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Anker Steinbaukästen
Die Anker-Baukästen gehören zu den Klassikern des deutschen Kinderspielzeugs. Die Geschichte beginnt vor über 100 Jahren, als der Begründer der Kindergärten und Entwickler der Spielpädagogik den pädagogischen und didaktischen Wert von Spielzeug anerkannte und diesen versuchte zu nutzen. In den Mittelpunkt stellte er das Spiel als die typisch kindliche Lebensform und erkannte den Bildungswert des Spiels an. Den Wert von Fröbels Spielpdagogik kann man noch heute erkennen, da viele Kindergärten in Deutschland seinen Namen tragen und seine Lernspiele fortführen.
Durch das Spiel können Kinder laut Fröbel verschiedene Fähigkeiten erwerben, sie können lernen aus einem zweidimensionalen Entwurf ein dreidimensionales Objekt entstehen zu lassen, das schult das räumliche Denken und die motorischen Fähigkeiten der Kinder. Durch die verschiedenen Gebäude, die sich konstruieren lassen, werden ebenso Phantasie und Kreativität angeregt.
Aus diesen Erkenntnissen heraus entwarfen die berühmten Lilienthal-Brüder die heute noch weltweit bekannten Anker-Bausteine. Aus einem Gemisch aus Quarzsand, Leinöl, Kreide und Farbstoffen schufen sie die Bauklötze, die gegenüber ihren Vorgängern aus Holz einige Vorteile aufwiesen, da sie die Gebäude durch das rauere und stabilere Material stabiler machten und eine einheitliche Form aufwiesen. Noch heute nach 125 Jahren werden die Anker-Bausteine aus diesen naturbelassenen Materialien hergestellt und sind somit für die Umwelt völlig unbedenklich. Ebenso sorgfältig unterlaufen die Anker-Bausteine nach ihrer Herstellung einer strengen Qualitätskontrolle von Hand, damit die Bausteine nicht in Form und Größe voneinander abweichen und sich somit eine Vielzahl von Gebäuden ohne Probleme konstruieren lassen.
Erst durch den Unternehmer Friedrich Adolf Richter, der die Idee des Anker-Baukastens wenige Jahre nach der Entwicklung käuflich erwarb, führte diese Erfindung zu dem verdienten Erfolg. Denn er schaffte es, die Bauklötze und deren didaktischen Wert weltweit bekannt zu machen und das Sortiment noch weiter auszubauen. Seit 1882 werden die Bausteine nun in Rudolstadt (Thüringen) produziert.
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